Morbus Osgood-Schlatter

Es handelt sich um eine sog. aseptische Knochennekrose, die durch wiederholten Streß aufgrund  des Zuges der Kniescheibensehne an der noch unreifen Verankerung am Unterschenkel ausgelöst wird.
Sie tritt in einer Phase eines verstärkten Wachstums in der Pubertät auf.
Es gibt Statistiken die zeigen, dass diese Veränderungen bei bis zu 21% von sportlich aktiven Kindern auftritt.


Es bestehen Schmerzen im Bereich des Ansatzes der Kniescheibensehne am Unterschenkel (Tuberositas tibiae). Typischerweise verstärkte Schmerzen nach sportlichen Aktivitäten.
Man findet hier auch einen lokalen  Druckschmerz. Gelegentlich wird auch eine umschriebene teigige Schwellung beobachtet. Im Röntgenbild sieht man manchmal eine teilweise Auflösung des Knochens am Sehnenansatz (Tuberositas tibiae).

Therapie:

Die Heilungszeit beträgt in der Regel ein bis zwei Jahre.
Im akuten Zustand empfehlen sich Eisbehandlungen, ggf. auch eine lokale Salbenanwendung.
Die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten ist meistens nicht notwendig.
In sehr hartnäckigen Fällen kann man eine Gips- oder Schienenbehandlung in Streckstellung für zwei bis sechs Wochen durchführen.
Der Haupteffekt besteht allerdings möglicherweise darin, die sehr sportlichen Jugendlichen an einer verstärkten sportlichen Aktivität zu hindern.

Eine Operation ist nur beim bereits ausgewachsenen Patienten in seltenen Fällen nötig.
Gelegentlich muss dann ein loses Knochenfragment im Bereich des Patellarsehnenansatzes entfernt werden.